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EU-Lieferkettenrichtlinie: Bankrotterklärung
Die EU-weiten Regeln zu internationalen Lieferketten müssen nur noch formal im EU-Rat beschlossen werden. Kurz vor knapp legt sich die FDP allerdings quer. Das freut Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Hier dazu die Hintergründe.
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Demo vier Jahre Hanau: Erinnern heißt verändern!
Am Montag jährt sich zum vierten Mal der rassistische Mordanschlag in Hanau, bei dem neun Menschen starben. Neben einer zentralen Demonstration in Hanau werden bundesweit zahlreiche Gedenkveranstaltungen stattfinden. So auch in Konstanz, wo die neu gegründete „Initiative für Solidarität“ eine Demo gegen rechte Gewalt organisiert.
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„Die Provinz lebt“: Fridays for Future Konstanz
Eigentlich muss sich die Konstanzer Gruppe von Fridays for Future in dieser seemoz-Reihe nicht mehr vorstellen: Das tun die engagierten Klimaschützer:innen regelmäßig mit ihren Kundgebungen und Demos. Die nächsten Aktionen sind für den Klimastreiktag am 1. März vorgesehen.
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Kulturbolschewismus?
Die TV-Programme werden immer seichter, dazu entsteht durch das Zeitungssterben ein Informationsbrei, der auch rechten Populisten zugute kommt. Überall wird gekocht und meist sinnfrei geplappert. Inhaltliche Ödnis und gähnende Langeweile allerorten, ob in der Glotze oder auch im Zeitungsbereich – findet unser Autor.
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Fritz Picard: Büchermensch aus Leidenschaft
In „Konstanz literarisch“ ist Manfred Bosch der kulturellen Tradition der Stadt über fünf Jahrhunderte hinweg nachgegangen. Seemoz porträtiert in lockerer Folge einige der dort vorgestellten Personen. Im Vordergrund stehen freiheitliche, demokratische und antifaschistische Traditionslinien im 19. und 20. Jahrhundert. Der gebürtige Konstanzer Fritz Picard erwarb sich Renommee als Verlagsvertreter und Antiquar.
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„Es geht um Fragen politischer Macht“
Noch gehen die großen Demos gegen Rechtsextremismus weiter – beispielsweise am 24. Februar in Rottweil gegen den dort geplanten AfD-Landesparteitag. Aber was folgt? Sind die Aktionen ein Strohfeuer? Was bräuchte es für ein dauerhaftes Engagement? Und wer demonstriert da überhaupt? Das fragten wir den Soziologen Dieter Rucht, der seit Jahrzehnten Bewegungen und Protestformen untersucht.
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Als die Migrant:innen für uns alle zu kämpfen begannen
Vor einem halben Jahrhundert ging eine Streikwelle durch Westdeutschland, die vieles veränderte. Mit ihr traten erstmals migrantische Arbeitskräfte kollektiv an die Öffentlichkeit – und krempelten erfreulicherweise auch die Gewerkschaften um. Eine neue Publikation zeigt, wie wichtig ihr Kampf damals war. Und bis heute ist.
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Zehn Argumente gegen die AfD
Was die Rechtsaußenpartei wirklich will, wird immer deutlicher. Warum ihr besonders Gewerkschaftsmitglieder misstrauen sollten, aber alle anderen Wähler*innen ebenso. Die Gewerkschaft ver.di hat eine Liste zusammengestellt, in der sie aufzeigt, wofür die AfD tatsächlich steht. Argumente, die auch geeignet sind, um sich für die kommenden Auseinandersetzungen thematisch zu wappnen.
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In dieser Gesellschaft brodelt es … und die Schulsozialarbeit ist bedroht
Relativ wenige Menschen in Deutschland interessieren sich für eine fundierte Analyse sozialer Zusammenhänge, die helfen könnte, gesellschaftlichen Katastrophen vorzubeugen, wie es das Anliegen des Soziologen Oskar Negt war. Unsere Gesellschaft stabilisiert sich nicht dynamisch (Hartmut Rosa), sondern sie droht derzeit, dynamisch auseinanderzudriften. Fronten verhärten sich auf allen Seiten. Da gehen manche Entwicklungen unter, die weit reichende Folgen haben werden.
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Mediterrane Netzwerke, korsische Clans und Marseille als Ort des Transits
KI-gesteuerte Transportrouten, angepasste Stromversorgung per Mausklick, automatische U-Bahnlinien – Fortschritt in Technologie und Infrastruktur gilt Teilen der Gesellschaft als unerlässlich für die Zukunft, andere beunruhigt oder ängstigt dies. Neue Infrastrukturen hatten in der Vergangenheit oft nicht absehbare Folgen politischer und wirtschaftlicher, aber auch kultureller Art. Wie wirkt sich dies bis heute aus?
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„Warum ist Deutschland, meine Heimat, so still?“
Am Samstag erinnerten rund 120 Menschen auf dem Konstanzer Münsterplatz an die aktuelle Katastrophe in Gaza – und protestierten gegen die Regierung eines Landes, das im vergangenen Jahrhundert für zwei Völkermorde verantwortlich war. Und jetzt wegsieht.
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Keine Fortschritte bei der Bodensee-Gürtelbahn
„Mit Träumen und Sonntagsreden gibt es keine besseren Bahnverbindungen“, sagte der Landtagsabgeordnete Hans-Peter Storz (Singen) zu den offensichtlich ergebnislosen Gesprächen des baden-württembergischen Verkehrsministeriums mit den Landkreisen Konstanz und Bodenseekreis dem Regionalverband Bodensee-Oberschwaben und der Deutschen Bahn zur Elektrifizierung der Bodensee-Gürtelbahn.
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Künstliche Intelligenz als Schlüssel zur Hausdurchsuchung
Nutzt Deutschland US-amerikanische Daten, die von einer künstlichen Intelligenz ausgewertet wurden, als Grundlage für Hausdurchsuchungen? Das Centre for Human | Data | Society der Universität Konstanz warnt davor, dass digitale Prozesse immer häufiger gesetzliche Regelungen vorwegnehmen. Algorithmen erhalten dadurch eine quasi-gesetzliche Macht.
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Kriegsflüchtlinge in den Aluminium-Walzwerken
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges kamen von 1949 bis 1961 rund 7.600 Flüchtlinge und Heimatvertriebene nach Singen und drängten auf den Arbeitsmarkt. Wie diese Arbeitskräfte in den Betrieb der Aluminium-Walzwerke (AWS) einbezogen wurden und wie die betriebliche Fürsorge das Arbeiterleben in den ersten Nachkriegsjahrzehnten prägte, beschreibt Hans-Dieter Kuhn am Mittwoch im Benutzersaal des Stadtarchivs Singen.
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